2016 begeistert den ganzen Norden!!!

Die 2. Auflage der Vintage Cruise knattert sich vom 15.07. -17.07. durch Norddeutschland. Unterstützt vom Scooter Center.

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Der Organisator Sören Clausen erwartete über 60 Roller – es kamen 67 – aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen, womit sich das Fahrerlager der Vintage Cruise 2016 zum Vorjahr mehr als verdoppelt hatte.

Arne-Saggau_Abfahrt-Bargteheide Arne-Saggau_Stopp-Hagenow

Der Start

Start war wie immer bei KTG in Bargteheide. Praktisch kurz tanken gegenüber… Das Ziel für Freitag war das Clubgelände vom Lüneburger VC und so machten sich am Freitag den 15.7 gegen 10:00 die Meute auf den Weg. Mölln und Hagenow waren fest eingeplante Haltepunkte um die alten Kisten der Öffentlichkeit zu zeigen und natürlich auch um sich die Beine zu vertreten. In Hagenow konnte man sich mit kleinen Köstlichkeiten zu Mittag im Café Sophie verwöhnen lassen. Bei dieser Gelegenheit ließ es sich der Oldtimer Club Hagenow e.V. nicht nehmen uns zu Ihrem diesjährigem Treffen 20.08-21.08 einzuladen und uns eine Kleine Aufmerksamkeit zu übergeben. Nach eine Stunde war Aufbruch angesagt und die Strecke führte uns nun nach Darchau, wo die erste von insgesamt 4 Fährfahrten anstand. Der Lüneburger VC empfing die Vintage Cruise auf dem besuchten Marktplatz mit großem Tamtam, Presse und unzähligen Fototerminen. Insgesamt waren hier über 90 Roller anwesend. Einige ließen es sich nicht nehmen, einen Imbiss in der Nähe zu entern, aber dann ging es zum Clubgelände um dort die Zelte zu errichten. Der erste Tag endete mit Wurst, Musik und Kaltgetränken. Bis in die Nacht wurde repariert, gefachsimpelt und gelacht. Ein paar Reparaturen waren nötig, die einzige Zündapp Bella hatte Startschwierigkeiten und die orange farbene Lambretta von Frank Höppner musste eine neue Auspuffdichtung bekommen. Die hatte sich auf der Strecke lauthals verabschiedet.

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Und da die Tour dieses Mal angemeldet war, bekam die Orga auch so komfortable Informationen wie „…an Stelle XYZ ist eine Baustelle“ oder „…die K51 zwischen Ort A und B ist während des Termins gesperrt“. So mussten die Scooterpiloten zum Beispiel am 2. Tag durch Harburg in 10er Gruppen und in 5-minütigen Abstand fahren. Es wurde explizit darauf aufmerksam gemacht, auf Rennen zu verzichten. Naja, wenn man schon überall anders am Hebel zieht, dann ist der Verzicht hier nicht so schwer… Also fuhr die Gruppe „angemessen langsam“ in 10er Pulks zum Tankstopp in Finkenwerder. Das ging erstaunlich gut von statten. Anschließend ging es gesammelt durchs alte Land, durch Jork zum Mittag nach Lühe zum Fähranleger. Normaler Weise stehen dort Motorräder – aber das hatten die anwesenden noch nicht gesehen: 67 Vespas mit 71 Reitern. Alle verteilten sich geschwind zu den dort aufgebauten Wurst- und Fischbuden und bald hörte man es überall schmatzen und schlürfen. Und so eine Pause an der Elbe, das hat doch Charakter. Dann noch ein halbes Stündchen auf den Deich zum entspannen und dann ging es auch schon weiter nach Wischhafen. Hier staunten die Rollerfahrer nicht schlecht, als zur Einmündung zur Fähre schon eine etwa 1,5 km lange Schlange an KFZ zu sehen war. Es wurde nicht lange diskutiert und einer der gelb gekleideten Streckenposten fuhr kurzerhand nach vorne um abzuklären, ob man mit den kleinen Wespen nicht noch irgendwo dazwischen passte – was dann auch geschah. Alle Roller überholten die komplette Schlange an Autos und es ging in 2 Gruppen über die Elbe. So konnte man auch den Termin auf den Markt in Glückstadt annähernd einhalten. Eis, Kaffee und Kuchen wurden konsumiert und der ein oder andere Schaulustige stellte seine Fragen.

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Dann öffneten die Schleusen des Himmels langsam ihre Pforten und es wurde die Regenkombi übergestülpt. Noch eine Fährfahrt über den Nord-Ostsee-Kanal, dann ging es mit angemessenem Tempo Richtung Deichgrafenhof. Bei nasser Straße und einer steifer Brise aus westlicher Richtung ging es einigen nicht ganz so gut, wie man bald feststellen musste. Aber knapp vor dem Eidersperrwerk erfreute uns dann die Sonne mit ihren Strahlen. Und als Führungsfahrer freuten sich Uli Liebholz, Olaf Zwad und Sören Clausen schon einige Kilometer vor der dortigen Tunneldurchfahrt auf den 2. Gang. Einmal Vollgas geben, mal so richtig Lärm machen – das eine geile Sache. Und die Sonne blieb auch erhalten. Bei der Ankunft auf dem Golfplatz war zwar noch alles etwas nass, aber die Zelte waren schnell aufgebaut und dann ging es zum Grill, wo schon die ersten Würstchen, Grillkäsen und Baguettes knusprig waren. Anschließend begab sich die Meute in die lauschige EGANS PUB, wo man sich das ein oder andere Cider, Guinnes oder Lager bestellen konnte. Bis 1:00 Nachts war die Hütte voll. Natürlich achteten alle darauf, dass man morgens auch wieder auf den Bock muss… Leider musste der Pub am 1. August wegen eines Besitzerwechsels die Pforten schließen. Wir hatten somit die Ehre hier das letzte spektakuläre Event zu sein, so Gunnar Zimmermann, der Spielführer. Aber ein neues Clubhaus ist im Bau und die Golfer und die Vintage-Cruiser freuen sich schon alle aufs nächste Jahr.

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Tag 3 begrüßte den ein oder anderen schon gegen 5:30 als der Platzwart den Platz begann zu mähen. Zu unserer standart Ausstattung gehörte Oropax, was am Vorabend verteilt wurde. So konnte man noch ein wenig weiter in süßen Rollerträumen schwelgen. Gegen halb 10 war Abfahrt und alle „Holzfäller“ waren dann auch am Start. In Lunden gab es dann wie letztes Jahr leckeres Frühstück und frisch gestärkt ging es nach einem kleinen Abstecher über ein Oldtimertreffen nach Husum, wo schon der Hafen-Markt wartete. Dann ging es weiter zur vorletzten Station Rendsburg auf den Paradeplatz, wo schon von einige Vespisti warteten um den Troß zu empfangen. Ebenfalls am Start: die bisher fehlende Zündapp, die die Truppe nun bis Bad Segeberg begleitete. Der ortsansässige Eisdielen-Inhaber stattete den Vespas und Lambrettas einen Besuch ab und freute ich über das italienische Flair, was vor seinem Laden verbreitet wurde. Bei Abfahrt verabschiedeten sich einige Kieler, und auf der Strecke hier und da winkte dann der ein oder andere noch mal der Gruppe zu und verschwand in den Seitenstraßen. Dennoch landete die diesjährige Vintage Cruise mit knapp 50 Scootern in Bad Segeberg, wo Kollege Meinhardt Hilgendorf mit Kaffee und Kuchen sowie eine Abordnung aus Lübeck wartete. Was der frische Kaffee für eine Wohltat war, muss wohl nicht erwähnt werden. Alle verabschiedeten sich und alle fuhren glücklich ihrer Wege. Dann aber gab es noch mal eine Schrecksekunde, weil sich eine Mitfahrerin aus Hamburg auf der A21 an einer unübersichtlichen Stelle auf die Seite legte. Aber durch schnelle Reaktion der ebenfalls dort angehaltenen letzten Panne des Tages und kurzer telefonischer Organisation hielt das Braunschweiger Chapter auf der Heimreise kurzerhand an und lud die beiden Roller auf den Anhänger mit dem Restgepäck auf. Und wichtiger noch – der Fahrerin geht es gut, ein paar Abschürfungen und Prellungen waren alles. Die anwesenden Polizeibeamten waren schwer beeindruckt, dass wir die Unfall- bzw. die Pannenstelle so schnell geräumt haben.

Fazit:

Fast alle sind heil zu Hause angekommen, der letzte gegen 2:20 in der Früh, mit schmerzendem Steiß, Krämpfen in den Händen und 2-Takt-Ruß im Gesicht – aber alle glücklich und wieder völlig überwältigt vom fahren, fahren, fahren…

Frank Höppner vom Rollerservice Stormarn beschrieb es mit seinen Worten sehr treffend: „Sören, ich bin noch nie so lange an einem Stück gefahren, seit dem ich im Scythemen Club bin – das war unglaublich!“ …das schreibe ich mir doch gerne auf die Fahnen.

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Sören Clausen und Claudia Bühring als Organisatoren danken allen die dabei waren, die geholfen haben und für dies und das zur Verfügung standen – es war im Grunde sofort wieder die eingeschworene Familie vom letzten Jahr. Die Pannen und Ausfälle hielten sich in Grenzen – fast alles wurde schnell und mit aller erdenklicher Hilfe repariert – und die Streckenposten haben eine erstklassige Arbeit gemacht und man verabredet sich bei Facebook schon postwendend auf eine gelbe Warnweste als Streckenführer.

Planung für nächstes Jahr: 4-Tage, Sternfahrt nach Dänemark – Ich hab schon alle verrückt gemacht. Die Infos dazu findet man in Kürze auf www.vintage-cruise.de.

Sören Clausen, Meinhardt Hilgendorf, 08.2016

(Bilder von Sören Clausen und Arne Saggau)

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