Die ESC – European Scooter Challenge Rollerrennen

Das Scooter Center unterstützt den Motorsport und auch die ESC – die European Scooter Challenge. Wie es der Namen schon verrät, handelt es sich um eine Rundstrecken-Rennserie mit klassischen Rollern aus Blech, vorwiegend Vespa und Lambretta. Schon in den achtziger Jahren wurden in Österreich und Deutschland die ersten Rundstreckenrennen veranstaltet.

Das Hauptziel der ESC ist es eine breite Plattform für Motorroller-rennsportbegeisterte Menschen mit jedweden Ansprüchen zu bieten.

Auf diesen Gedanken basieren die verschiedenen Rennklassen, die sowohl Einsteiger bis zu Profis und  auch Damen abdecken.
Insbesondere die Einheitsklassen sind hier hervorzuheben, in welchen mit niedrigem Wartungs- und Geldaufwand echter hochkarätiger Motorsport zu realisieren ist.

 

ESC Rennbericht – Cheb Challenge 2020 –  Kartarena Cheb (CZ) – 01.08.2020

 

Nachdem das Jahr 2020 bisher kaum Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten auf alten 2-Takt Schaltrollern hergab, war es am 01.08.2020 endlich soweit!

Das erste Rennen der European Scooter Challenge des Jahres 2020 konnte stattfinden. Die Kartarena im tschechischen Cheb öffnete die Tore und es kamen über 40 Vespa Racer aus

  • Deutschland,
  • Österreich,
  • Frankreich
  • und Polen

um endlich wieder den Asphalt glühen zu lassen.

 

Hitzeschlacht von Cheb

Das war bei Temperaturen von über 30°C und strahlendem Sonnenschein am ganzen Wochenende eine leichte Übung. Wer schon am Donnerstag oder Freitag anreiste konnte die Zeit nutzen um die letzten Schattenplätze im Fahrerlager zu ergattern, und den Rennroller auf der Strecke ausgiebig zu testen.

Raceday

Am Samstag war es dann soweit. Race Day! Gestartet wurde in 5 Klassen, Darunter 3 „Einheitsklassen“ zwei für Smallframes, eine für Largeframe, bei der die Roller mit einheitlichen Motorkomponenten ausgestattet sein müssen, um möglichst gleiche Bedingungen und spannende Zweikämpfe zu ermöglichen.

Besonders spannend ging es bei den Smallfames her. 17 Starter rangen in der kleinen Einheitsklasse K5 um die Plätze auf dem Podest. Darunter Vespa Legende Stoffi Maier und Newcomer Valentino Randazzo. Der Altmeister und der junge Draufgänger boten sich packende Duelle mit waghalsigen Fahrmanövern an der Spitze des Feldes. Kurz vor Ende des Rennens wurden die beiden Führenden jedoch in einen Sturz verwickelt, und so ging der Sieg an Markus Moderer, der durch schnelle Rundenzeiten auf sich aufmerksam machte. Valentino rettete sich noch auf den 3. Platz, Platz 2 ging an Felix Richter.

Das zweite packende Duell des Tages gab es in der schnelleren Smallframe Einheitsklasse K4 zwischen Achim Wolf und Robert Leibfarth. Letzterer konnte sich im Qualifying die Pole Position sichern. Mit einem Raketen Start setzte sich jedoch Achim direkt an die Spitze des Feldes. Nach einigen Zweikämpfen an der Spitze konnte sich Robert mit einem harten Bremsmanöver am Führenden vorbei pressen und das Rennen nach Hause fahren. Das Podium der K4 wurde schließlich komplettiert von Benedigt Neuberger der nur einen wimpernschlag eher über die Ziellinie fuhr als sein Mitstreiter Albert Heigold.

Auch die weiteren Rennklassen zeigten spannenden Rennsport an diesem herrlichen Renntag. Gratulation an alle Podest platzierten.

 

Neu Starter willkommen!

Die ESC durfte an diesem Wochenende auch drei neue Starter begrüßen. Die Frischlinge wurden herzlich in den Fahrerkreis aufgenommen, und wurden – wie jeder neue Teilnehmer in der ESC – bei ihrem ersten Rennen von der Startgebühr befreit.

Wer jetzt Lust auf Schaltroller Rennsport bekommen hat: es finden dieses Jahr noch 2 weitere ESC Rennen statt. Der ESC Polish GP am 29.08.20 in Zielona Góra (PL) und das „KR automation“ Rennen am Harzring am 26.09.20. Registrierung und Anmeldung unter www.eurochallenge.de

Danke an Helfer und Organisatoren, sowie dem Scooter Center für die Unterstützung.

Wir sehen uns beim nächsten Rennen … ;)

 

Die Ergebnisse im Detail:

  • K1: 1. Romain Baguet;               2. Thomas Lenkeit;        3. Marten Schnitzler
  • K3: 1. Toni Fattorusso;              2. Christian Gattinger;   3. Marco Abbate
  • K4: 1. Robert Leibfarth;             2. Achim Wolf;              3. Benedigt Neuberger
  • K5: 1. Markus Moderer;            2. Felix Richter;             3. Valentino Randazzo
  • K6: 1. Matthias Sinkovits;          2. Maiko Jandl;             3. Igor Kulesza

 

Schnellste Rennrunde: Achim Wolf (1:03.102)

 

Autor: RL

 

 

 

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