Vespa Wideframe+Largeframe BGM PRO Gabel/Schwingenrevision

, , ,
Schwingenlagerachse Bremsbelagbolzen Vespa Largefram Wideframe BGM4311 BGM4310

HQ Fahrwerkskomponenten Made in Germany von BGM PRO für Vespa Wideframe / Largeframe

Piaggio ist vielen ’nur‘ als weltgrößter Rollerproduzent ein Begriff. Die Vespa, als herausragendste Marke von Piaggio, hat nachhaltig das Bild von dem in Pontedera ansässigen Unternehmen geprägt. Ursprünglich wurden bei Piaggio aber auch bereits Eisenbahnwagen, Schiffe als auch sehr erfolgreiche Flugmotoren (um 1940, Doppelstern 18 Zylinder P.XV mit mehrstufiger Aufladung, 1500PS Startleistung) wie auch sehr innovative Flugzeuge (1938,  P.111 mit Druckkabine für eine Dienstgipfelhöhe von 12000m!) produziert. Die Piaggio Aerospace Gruppe baut auch heute wieder, an der wunderschönen italienischen Riviera gelegen, innovative Flugzeuge wie die P180 Avanti. Die schnellste twin turbo prop Maschine weltweit mit 600km/h Reisegeschwindigkeit.

EINFACH ABER GENIAL

Was das alles mit Fahrwerksteilen für alte Vesparoller zu tun hat? Piaggio war und ist immer schon hochtechnisiert gewesen. Häufig hört man despektierliche Dinge wie, ‚da haben die Italiener halt gerade hergenommen, was noch in der Ecke lag‘. Piaggios größte Errungenschaft ist jedoch die, welche man nahezu nicht wahrnimmt: Die technisch höchstmögliche Vereinfachung bei maximaler Effizienz, Standfestigkeit sowie bester Wirtschaftlichkeit. Eines der Geheimnisse von Piaggio weshalb der Konzern bis heute so erfolgreich ist. Viele Dinge an Vespa Rollern sind brilliante technische Lösungen, gerade weil sie so einfach sind. Die konstruktive Leistung dahinter ist jedoch meist deutlich höher als bei einer aufwendigeren Lösung. Die einseitige Vorderradaufhängung, wie sie in einfacher Form auch bereits bei den Piaggio Schulflugzeugen P148/149 verwendet wurde, ist ein gutes Beispiel dafür.

AHEAD TO THE PAST

Die einseitige Radaufhängung ermöglicht einen schnellen Radausbau, verfügt über weniger Teile als eine zweiseitige Radführung und ist obendrein noch so stabil ausgelegt das selbst Generationen danach das Material weiterverwenden können und es zudem auch häufig deutlich stärker belasten als damals vorgesehen. Wer hätte während der Konstruktion der Vorderraddschwinge im Ingenieurbüro bei Piaggio wohl daran gedacht, das 60 Jahre später(!) mit diesem Material Menschen doppelt so schnell und mit teilweise der 5-6 fachen Motorleistung immer noch damit herumfahren werden? Kaum vorstellbar das jemand mit einer heutigen Vespa GTS300 in 60 Jahren mit 100 PS und 240km/h durch die Gegend fährt, oder? Das dies alles wunderbar funktioniert ist der technischen Weitsicht der Piaggio Konstrukteure zu verdanken, die noch mit den damaligen Maßstäben an Produktqualität und mehrfachen Sicherheiten hinsichtlich der Bauteildimensionen gearbeitet haben. So sind die alten originalen Piaggio Teile auch heute immer noch eine ‚Bank‘ hinsichtlich Maßhaltigkeit und Belastbarkeit (ein Fakt der auf heutige original Teile leider nicht mehr hundertprozentig anwendbar ist).

HERKUNFT & QUALITÄT

Was aber tun wenn das original Teil beschädigt, verschlissen ist oder gar ganz fehlt? Klarer Fall, ein Neuteil muss her. Viele Teile für frühe Vespamodelle sind seitens Piaggio allerdings nicht mehr verfügbar. Zum Glück ist das Vespafieber aber ja ein weltweites Phänomen und somit auch die Quellen für Ersatzteile im besten Wortsinne grenzenlos. Ein Fakt der gleichzeitig aber auch Probleme aufwirft… Frei nach dem Motto ‚viele Köche verderben den Brei‘ ist auch die qualitative Auswahl eines Produktes mit vielen Tücken gesegnet. Unabhängig davon ob ein Reprobauteil aus Italien, Fernost oder Deutschland stammt, die Qualität muss stimmen.
Oft sind manche Teile aber auch nur noch aus einer einzigen Quelle verfügbar und dann heißt es ‚friss oder stirb‘?  Soll man ein Produkt überhaupt nicht anbieten, weil es qualitativ nicht ganz an das original heranreicht? Oder verkauft man es und weist darauf hin, auf die Gefahr das der Hinweis nicht wahrgenommen wird und eine schlechte Produktrezension erfolgt?
Ein Zustand der für alle Seiten unbefriedigend ist. So auch bei den hochbelasteten Bauteilen an den alten Vespa Lenkrohren und der Schwinge.

DIE LÖSUNG VON BGM PRO

Unsere Lösung: Wir analysieren, vermessen und zeichnen neue Bauteile exakt nach originalem Piaggio Muster und lassen diese in Deutschland von einem spezialisiertem Betrieb präzise fertigen. Dabei gehen wir noch einen Schritt weiter als es Piaggio damals gemacht hat. Wir verwenden nicht nur hochwertigeres Material sondern lassen es zusätzlich auch noch wärmebehandeln…

Schwingenlagerachse Bremsbelagbolzen Vespa Largefram Wideframe BGM4311 BGM4310

SCHWINGENLAGERACHSE (BGM4310 für Vespa Wideframe/Largeframe 1953-1962)

Passend für Vespa Wideframe VM, VN, VL, VB, GS 150 (VS1-5T), Largeframe VNA, VNB1-4, VNB5T (-026920), VBA, VBB1T, VBB2T (-212455), Vespa GL (VLA1T, -067468)

Ein schwierig zu lesendes Wort und doch so wichtig. Dieses Bauteil verbindet das stählerne Lenkrohr (auch Steuerrohr oder Gabel genannt) mit der Aluminiumschwinge. Letztere führt das Rad und verbindet die Dämpfung/Federung ebenfalls mit dem Lenkrohr. Jedwede Radkraft, jede Lenkbewegung, jegliche Auf- und Abbewegung des Rades wird über diese Achse übertragen.
Um all dem nicht nur gerecht sondern auch den heutigen Ansprüchen sorge zu tragen, lassen wir die BGM PRO Schwingenlagerachsen aus einem hochfesten Premiumstahl (1.4112 alternative Bez. X90CrMoV18) fertigen. Dabei legen wir höchsten Wert auf präzise Einhaltung der Maßhaltigkeit. Die Achsen werden auf eine Oberflächengüte von 0.2-0.4RA feingedreht:

Die Materialgüte, Oberfläche sowie die Korrosionsbeständigkeit würden die Achse bereits jetzt schon von jeglicher Massenware und sogar bereits von einem original Piaggioteil abheben lassen.
Wir lassen die Achsen allerdings zusätzlich noch plasmanitrieren. Dadurch erhalten die Achsen eine härtere Oberfläche und die Lagerstellen werden in einem Rollerleben sicherlich nicht mehr einlaufen. Sie erhalten durch das nitrieren auch ihr charakteristische matte Farbgebung (diese kann allerdings auch wegpoliert werden). Zusammengefasst sind die BGM PRO Schwingenlagerachsen ohne Übertreibung sicher die besten am Markt und bieten mit ihrer hohen Qualität eine große Sicherheit, auch gerade für leistungsgesteigerte Fahrzeuge.
Die dynamischen Belastungen an einem Fahrzeug steigern sich oft nicht linear mit der Geschwindigkeit, sondern häufig sogar im Quadrat. Wer doppelt so schnell als ursprünglich vom Hersteller vorgesehen mit einem Fahrzeug fährt, kann Belastungen in vierfacher Höhe erzeugen. Ein weiterer Grund mit der BGM PRO Schwingenlagerachse auf der sicheren Seite zu sein.

BREMSBELAGBOLZEN (BGM4311 für Vespa Wideframe/Largeframe 1949-1962)

Passend für Vespa Wideframe V1, V11-15, V30-33, VM, VN, VL, VB, GS 150 (VS1-5T), Largeframe VNA, VNB1-4, VNB5T (-026920), VBA, VBB1T, VBB2T (-212455), Vespa GL (VLA1T, -067468)

Was hier  so relativ harmlos klingt ist ebenfalls ein Bauteil das einer näheren Beachtung verdient. Der Bremsbelagbolzen ist viel mehr als seine Bezeichnung vermuten lassen würde. Er bildet die Abstützung für die Fahrwerksfeder auf der Schwinge. Wo ab Werk relativ weiche Federn verwendet wurden kommen heute straffe Sportfedern und stark erhöhte Geschwindigkeiten sowie oftmals auch der ein oder andere Stunt wie zum Beispiel auf dem Hinterradfahren hinzu. Das oft unsanfte Aufsetzen des Vorderrades nach einem solchen wheelie, machen dem Brembelagbolzen schwer zu schaffen. Er ist ab Werk nicht sonderlich groß dimensioniert, hat dafür aber einen Schmiernippel. Mit diesem kann die hochbelastete Stelle zwischen Federaufnahme und Bremsbelagbolzen regelmäßig geschmiert werden. Dies sollte auch tunlichst gemacht werden, aber wieviel Leute mit solchen Fahrzeugen kennt ihr die überhaupt eine, für solche Zwecke notwendige, Fettpresse haben?
Deshalb wurde auch hier der gleiche Aufwand getrieben wie bei der Schwingenlagerachse; Extrem hochwertiges Material dessen Oberfläche weiter veredelt wurde um noch haltbarer als das originale Bauteil zu sein. Im Fall der Bolzen für die späteren Modelle mit Klemmplättchen (ab ca. 1969) haben wir zudem noch ein weiteres Ärgernis vieler Nachbaubolzen abgestellt; Die nicht vorhandene Maßhaltigkeit bezüglich der Länge der Bolzen sowie die nicht passende Formgebung für die Aussparung des Klemmplättchens. Viele Bolzen sind oft einige Zehntel Millimeter zu lang oder kurz. Dies ist mit dem BGM PRO Bremsbelagbolzen ein für allemal gelöst:

Dieser hat immer die richtige Länge*. Eigentlich alles Selbstverständlichkeiten die aber bei günstigen Reproduktionen aus Kostengründen über den Tellerrand fallen. Auch der Bremsbelagbolzen wird wie die Schwingenlagerachse aus hochfesten Premiumstahl (1.4112 alternative Bez. X90CrMoV18) feingedreht und anschließend plasmanitriert. Wir wollen mit diesen Produkten der manchmal etwas strapazierten Phrase ‚Made in Germany‘ ein neues Gesicht verleihen. Das dies nicht zu Preisen wie aus Fernost möglich ist kann sicherlich nachvollzogen werden. Dafür können wir ein Produkt anbieten das als solches einzigartig und qualitativ extrem hochwertig ist und von dem wir sicher sind das jeder Kunde daran so viel Freude hat wie wir selbst.

*HINWEIS: Spanische (Motovespa) und französische (ACMA) Fahrzeuge haben ein leicht abweichendes Längenmaß am Bremsbelagbolzen. Hier kann die Befestigungsmutter mit einer M8x1mm Scheibe unterlegt werden um einen perfekten Kraftschluss zu garantieren.

 

Die Schwingenlagerachse und Bremsbelagbolzen für die späteren Modelle (Largeframe 1963-1979) folgen in den kommenden Wochen!

 

BGM4310- Schwingenlagerachse Vespa 1953-1962

 

BGM4311- Bremsbelagbolzen Vespa 1949-1962