Magny Cours Projekt Paul

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Challenge Scootentole – 10h-Rennen in Magny-Cours, Nevers (F)

In Magny-Cours fand am vergangenen Wochenende das letzte Langstreckenrennen dieser Saison statt. Scootentole lud zum 10-Stunden-Rennen auf die ‚PISTE CLUB‘ ein, einer 2,53 km-langen Rennstrecke gleich neben dem bekannten GP-Track. Wie auch in den vergangenen Jahren folgten wir von „Projekt PAUL“ – neben 40 weiteren Rennteams aus ganz Europa – ihrer Einladung, denn es galt den Titel vom Vorjahr zu verteidigen!

Trotz einiger Turbulenzen im Vorfeld – bedingt durch Terminverschiebung des Veranstalters und krankheitsbedingter Fahrerausfälle – haben wir es am Ende geschafft, zwei Teams mit je vier Fahrern in der Klasse SP1 („Smallframe Proto“) zu nennen:

Team 1 bestehend aus Romain, Felix, Wolfi und Thomas ging mit dem 40 PS-starken M200 V50-Racer (#6) an den Start,

Team 2 mit der Falc-PK (#176) mit rund 28 PS, gefahren von Volker, Markus, Julia und Dennis, der zugleich auch Chef und Hauptmechaniker beider Teams war (was ihn noch an seine Grenzen bringen sollte). Aber ganz von vorn…

Nach langer Anreise und kurzer Nacht in einem – nennen wir es mal – „kuscheligen“ 10-Personen-Mobilheim standen am Samstag, dem Tag vor dem eigentlichen Rennen, Aufbau, Training und Qualifying an. Petrus zeigte leider kein Erbarmen, immer wieder schüttete es wie aus Kübeln. Mit den Startplätzen 6 und 19 nach dem Qualifying und der Hoffnung auf trockenere Verhältnisse am nächsten Tag ging es abends zeitig zurück, denn der nächste Tag sollte früh beginnen!

Glücklicherweise startete der Renntag wesentlich trockener als der Vortag, sodass wir uns gegen Regenreifen entschieden. Und dann ging es endlich los! Der Startschuss fiel um 8.45 Uhr. Auf Slicks bei noch nasser Fahrbahn fuhren Wolfi und Markus souverän den ersten Stint. Die Strecke trocknete nach und nach ab, was zu immer besseren Rundenzeiten führte – bis zum ersten Rennabbruch nach etwa drei Stunden. Der schwere Sturz eines Fahrers aus einem anderen Team nahm das Rettungsteam für längere Zeit in Anspruch, weshalb alle Fahrer hinter dem Safety-Car festhingen.

 

 

Zu diesem Zeitpunkt befand sich Team 2 mit seiner PK wieder in der Box. Während des dritten Stints ging der Motor aus. Die Ursache wurde schnell gefunden: Massiver Zahnverlust beim Kupplungsritzel verschaffte uns eine gut vierstündige Pause, in der Dennis, Volker und Markus den Motor auseinandernahmen, um sich auf die Suche nach den verlorenen Zähnen zu machen. Ich zitiere Boxennachbar Robert: „Mal ist man der Hund und mal der Baum“…

Das Rennen hatte derweil wieder Fahrt aufgenommen – und so auch unser Romain: er fuhr seine neue Rundenbestzeit von 1.28.116 und damit die drittschnellste Rundenzeit des gesamten Rennens. Gestartet von Position 6 lagen wir nun auf Position 2 gleich hinter „Vespa Italy Team“ von Crimaz und vor „Superbordel Deluxe“, unseren französischen Battle-Partnern vom Vorjahr. Auch die Lambrettas von Casa Performance und TD Customs lagen auf den vorderen Plätzen und sorgten für ein spannendes Rennen!

Auf Platz 39 zurückgefallen begann gegen 15 Uhr die Aufholjagd für Team 2. Gut, von einer wirklichen Aufholjagd kann keine Rede sein, aber zumindest konnten noch ein paar Runden gesammelt werden, denn der Motor hielt nicht nur, er lief auch wieder wie ein Uhrwerk. Die Jungs haben ganze Arbeit geleistet und nicht aufgegeben, und genau darum geht es am Ende!

Etwa zwei Stunden vor Ende des Rennens erwischte es dann auch Team 1. Nachdem bereits der Vergaser abgerutscht war, zwang uns nun ein defektes Kolbenbolzenlager zum Motortausch. Zu viele Runden lagen nun zwischen uns und der sehr starken Konkurrenz, die weiter um die vorderen Plätze battelte. Und obwohl ein Platz auf dem Podium nur noch durch Ausfall eines der andern Teams erreichbar gewesen wäre, wurde weitergekämpft, bis nach genau 10 Stunden die Zielflagge geschwenkt wurde.

Am Ende reichte es in der Klasse SP1 für Projekt PAUL zu Platz 4 (Team 1) und 10 (Team 2), was in der Gesamtplatzierung die Plätze 7 und 33 bedeutete. Die schnellste Rundenzeit mit 1.26.766 brannte Casa Performance in den Asphalt, gefolgt von Vespa Italy Team (1.27.527) und Projekt Paul (1.28.116).

 

Wir gratulieren allen Fahrern, die es über die Ziellinie geschafft haben und bedanken uns bei jedem einzelnen, speziell dem Veranstalter Scootentole, der dieses spannende Rennwochenendes ermöglicht hat. Auch unseren Sponsoren, dem Scooter Center, KR Automation, FalkR und Egig Performance, möchten wir ein RIESIGES DANKESCHÖN aussprechen, denn nur mit Euch zusammen ist Projekt PAUL, was es ist – ein erfolgreiches Team aus Freunden mit ganz viel Herz für den Motorsport!

Platzierung-gesamt

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